Der Malerweg – Wandern in der Sächsischen Schweiz

Mitte des 18. Jahrhunderts entdeckten die beiden Schweizer Künstler Adrian Zingg und Anton Graf eine Berglandschaft im Herzen Sachsens, die sie so sehr an ihre Heimat erinnerte, dass sie diese die Sächsische Schweiz nannten. Weil auch ich 300 Jahre später von dem heutigen Nationalpark begeistert war, möchte ich ihn mit euch teilen. Zwei wunderschöne Wanderrouten, die es euch am Ende hoffentlich genauso antun wie mir! Eine halbe Stunde bis Stunde östlich von Dresden liegt der Nationalpark Sächsische Schweiz, durch den sich auf 112 km in 8 Etappen der Malerweg zieht. Ich konzentriere mich hier aber auf die beiden Abschnitte, die ich mit eigenen Augen gesehen haben und mit Überzeugung weiterempfehlen kann.

24 Stunden schlaflos in der Sächsischen Schweiz

Nach unserem ersten Lehrgang an der Offiziersschule des Heeres in Dresden im Januar, kamen wir von Oktober bis Dezember hierher zurück. Da die Sächsische Schweiz gleich nebenan liegt, nahmen wir uns natürlich wieder eine Strecke auf dem Malerweg vor, diesmal die Etappe am Königstein. Wie es der Zufall wollte, sind wir nur wenige Wochen nach unserer Wanderung mit dem Hörsaal zurückgekehrt und militärisch von der Festung Königstein bis zur Gastwirtschaft „Am Kuhstall“ marschiert.

Dresden – Von Opern und Studentenvierteln

1945 war Dresden eine der am weitesten zerstörten Städte Deutschlands. Die Bombardements forderten eine halbe Million Opfer und legten etwa 60% des Stadtbildes in Schutt und Asche. Heute ist von den Trümmern nicht mehr viel zu sehen, die Altbauten aus Renaissance, Barock und 19. Jahrhundert wurden fast vollständig rekonstruiert, sodass wir auch heute wieder die Frauenkirche und den Zwinger entlang des Elbufers bewundern können.